MYTILINI
Die größte Ortschaft der Insel und deren Hauptstadt heißt Mytilini.
Sie ist eine verkehrsreiche pulsierende Metropole, aber mit Sicherheit
alles andere als eine "Touristenstadt". Mytilini befindet sich an der
Ostküste, ziemlich weit im Süden. Die heutige Stadt wurde an der selben
Stelle errichtet, wo einst die antike Stadt gestanden haben soll.
Sie zieht sich halbkreisförmig den Hügel hinauf,
auf dessen Spitze thront eine
byzantinische
Burg, aus dem 6. Jahrhundert. Dieses wurde einst als Schutz vor
kriegerischen Angreifern errichtet. Die Genueser bauten die Festung im 14.
und 15. Jahrhundert, zu einer der größten Ihrer Art, in der östlichen
Aegaeis, aus. Die gewaltigen Festungsmauern sollten Schutz vor den
ständig angreifenden Türken bieten. Zu guter Letzt siegten die Angreifer
und übernahmen von nun an die Herrschaft über die Insel.
Am nordöstlichen Stadtrand befindet sich ein
imposantes Denkmal, das antike Theater aus der hellenistischen Epoche.
Dieses bietet Platz für 10.000 Menschen und verfügt über eine
phantastische Akustik. Nicht weit entfernt vom Theater ist ein Teil der
antiken polygonal aufgeschichteten Stadtmauer zu sehen.
Mytilini hat einen schönen gut organisierten
Handelshafen, der mit allen notwendigen Einrichtungen für Jachten
(Jachtversorgungsstation, Zoll- und Gesundheitsbehörde) ausgestattet ist.
Die Strasse entlang des Hafens ist gesäumt von Herrenhäusern, aus der
Italienischen Besatzungszeit. Heute haben sich in den historischen
Gebäuden zahlreiche Cafes und Bars niedergelassen. Dieses Gebiet ist der
Treffpunkt bei Tag und bei Nacht.
Tagsüber
schauen die Gäste der Lokale, bei einer Tasse Kaffee oder einem
erfrischenden Bier, dem regen treiben des Hafens zu. Abends sind die Bars
in der Strasse der Treffpunkt bis in den frühen Morgen. Von hier aus
sieht man ein weiteres imposantes Denkmal, die Freiheitsstatue.
Zum
Einkaufen mit orientalischem Flair, geht man in der Hauptstraße genannt
"Odos Ermou" und deren Nebenstrassen. Das Lesvos bis 1912 von den
Türken
besetzt war, wird hier besonders deutlich. Am Ende diese basarähnliche
Straße, mit ihren unzähligen kleinen Geschäften, befindet sich eine
Moschee.